Gurkenwasser statt Streusalz

nachhaltig genial

Gurkenwasser statt Streusalz

 

Schon gehört? Der Winterdienst im niederbayerischen Dingolfing setzt jetzt auf Gurkenwasser statt Streusalz zum Räumen der Straßen! Das mag im erstem Moment merkwürdig klingen, ist aber eine geniale und umweltfreundliche Idee einer unserer Mitarbeiter die funktioniert! Gurkenwasser bewährt sich als Streusalz-Ersatz.

In unserem Werk in Dingolfing (Niederbayern) werden jährlich ca. 17.000 Tonnen Gurken zu Gewürzgurken verarbeitet, welche nach der Ernte im Sommer bis zur Verarbeitung in etwa 1000 Silos lagern, die mit Salzwasser versetzt sind. Wenn die Gurken in die Produktion gehen, bleibt das Salzwasser zurück. Bislang wurde das Abwasser aus der Gurkenproduktion aufwendig, über die hauseigene Kläranlage, entsorgt. Damit ist jetzt Schluss, denn das Gurkenwasser ist eine super Alternative zum Streusalz.

Bereits im zweiten Jahr in Folgen nutzt die Gemeinde Dingolfing die aus Develey-Gurkenwasser gewonnene Salz-Sole zum Streuen der Straßen bei Schnee und Glätte. Ein Unterschied zu herkömmlicher Sole ist nicht zu spüren. Aber nachhaltiger ist es: Durch den Einsatz von Gurkenwasser können jährlich ca. 1000 Tonnen Streusalz und über 4,9 Millionen Liter Wasser eingespart werden. Recycling vom feinsten und eine Win-Win Situation für alle – insbesondere für die Umwelt, da insgesamt weniger Salz in die Umwelt gelangt!

Doch wie genau wird aus Gurkenwasser Streusalz?

  1. Nach der Verarbeitung der Gurken bleibt eine Salzlake übrig. Diese wird gefiltert, um Schwebeteilchen zu entfernen und anschließend aufbereitet.
  2. Damit eine optimale Tauwirkung erzielt werden kann, muss der Salzgehalt des Gurkenwassers durch die Zugabe von Salz von ca. 7% auf 21% konzentriert werden. Dies ist die einzige Hürde, die es zu überwinden galt, damit die Salz-Sole einsatzfähig ist.
  3. Jetzt steht dem Einsatz von Gurkenwasser als Streusalz für den Winterdienst nichts mehr im Weg.

Fazit: Zugegeben, Gurkenwasser ist sicherlich nicht die Lösung für alle Umweltprobleme, aber sie ist ein Schritt in die richtige Richtung und macht den Winterdienst nachhaltiger.
Dies ist nur ein Baustein unseres langjährigen Nachhaltigkeitsengagement. Du willst mehr darüber erfahren? Hier findest du alles was du wissen musst.